10 Fragen zur ZB MED

10 Fragen von Bruno Bauer an Dietrich Nelle, den Interimsdirektor von ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften

"Zusammenfassung

ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften ist im Bereich der Lebenswissenschaften weltweit die größte Bibliothek. Im Interview informiert Dietrich Nelle, von Oktober 2016 bis Juni 2018 Interimsdirektor von ZB MED, über Evaluierung und Neuausrichtung sowie über Kooperationen von ZB MED. Angesprochen werden auch Themen wie

Open Access und German Medical Science, Forschungsdaten sowie Forschungsaktivitäten von ZB MED. Zuletzt erläutert Nelle das von ihm mitverfasste Positionspapier „Wissenschaftliche Bibliotheken 2025“, gibt Einblick in seine Motive für die Übernahme der Interimsleitung von ZB MED und skizziert deren Entwicklung bis zu einer möglichen Wiederaufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft zum Januar 2022."

GMS Medizin - Bibliothek -Information 2018, Vol. 18(1-2)

10 Fragen von Bruno Bauer an Dietrich Nelle
GMS Medizin - Bibliothek - Information 2
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Positionspapier Wissenschaftliche Bibliotheken 2025
dbv-Deutscher Bibliotheksverband e.V. (0
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Wie sieht die Wissenschaftliche Bibliothek 2025 aus? - Positionspapier

"Management Summary

Neue, sich kontinuierlich weiterentwickelnde Anforderungen seitens Studium, Forschung und Lehre und technologisch getriebene – teilweise disruptive – Prozesse stellen die wissenschaftlichen Bibliotheken im digitalen Zeitalter vor große Herausforderungen. Als wissenschaftliche Bibliothekarinnen und Bibliothekare nehmen wir diese Herausforderungen nicht nur als selbstverständliche Aufgabe an, sondern sehen uns in der Verantwortung für eine aktive Mitgestaltung von Forschungsprozessen über den traditionellen Bereich der Informations- und Literaturversorgung hinaus. Perspektivisch entwickeln sich Bibliotheken zu virtuellen

Arbeitsumgebungen, die wissenschaftliches Arbeiten in Forschung, Lehre und Studium fachspezifisch mit attraktiven Infrastrukturdiensten und Werkzeugen unterstützen und für Fach-Communities die Voraussetzungen für Interaktion und

Kollaboration schaffen. In der mittelfristigen Perspektive bis 2025 haben folgende Handlungsfelder einen zentralen Stellenwert:

(1) Open Access und neue Formen der Lizenzierung

(2) Publikationsdienstleistungen

(3) Management von Forschungsdaten

(4) Überregionale Informationsversorgung für Fachcommunities

(5) Langfristige Nutzbarkeit digitaler Ressourcen

(6) Digitalisierung von Quellen des kulturellen Erbes

(7) Etablierung von Kreativräumen (Cultural Labs, community-orientierte Makerspaces)

(8) Förderung digitaler Medien- und Informationskompetenz

wandelnden Umfeld neuer Marktmechanismen, erhöhter Mobilität und sich verändernder Fachkulturen. Für die aktive Mitgestaltung sind die Bibliotheken auf die Offenheit ihrer Partner, auf die Verfügbarkeit der erforderlichen

Ressourcen, auf belastbare Kooperations- und Entscheidungsstrukturen sowie auf flexible und für langfristig angelegte Aufgaben tragfähige Entwicklungsbedingungen angewiesen. Eine gemeinsame Positionierung bei der Gestaltung von Zukunftsfeldern ist dafür ein dringendes Desiderat. (…)“ (S.2)